Alternative Schulformen in Bayern – Ein Überblick

von Ann-Cathrin Perrey


Spätestens wer zum Beginn des Wintersemesters 2015/16 noch nicht wusste, wer Maria Montessori war und welche Schule sie entwickelt hat oder mit den Begriffen Jena-Plan und Humanismus nicht anfangen konnte, dem wurde in dem Seminar „Petersen, Montessori und CO- Alternative Schulformen in Bayern“, geholfen.


Solch eine Seminar hatte es bisher noch nicht an der Uni gegeben, Schulleiter/-innen der jeweiligen Schulen wagten sich teilweise an ihre alte Universität zurück, um uns Studenten einen umfassenden Überblick über seine/ ihre Schule zu geben. Alle Studenten, Dozenten und sogar Gäste, die das Seminar nicht für ECTS-Punkte belegten, waren gespannt, auf welche Personen und Vorträge sie alle während dem Semester treffen würden.


Hoch motiviert startete die erste Sitzung mit der Vorstellung der Jenaplan-Schule, welche Herr Markus vom eigenen Lehrstuhl aufgrund seiner Erfahrungen sehr informativ präsentieren konnte.


Gefolgt von der Humanistischen Grundschule in Fürth und der Vorstellung der Montessori Schule hatten sich die Studenten und Dozenten so langsam mit der „alternativen“ Schulmaterie auseinandergesetzt und Woche für Woche wurden die Diskussionen rund um die besonderen Schulformen immer spannender, lehrreicher und hitziger - dennoch, der Spaß blieb niemals aus!


Die Adolf-Reichwein-Schule bot Eindrücke über ihren Projektunterricht, die Waldorfschule warb nicht zuletzt mit dem Weiterbildungsangebot für Lehrkräfte. Mit der Sabel-Schule lernte der Kurs eine ganz neue Seite der „Wirtschaftlichkeit“ von Schule kennen und die Löhe-Schule bildete als eine Schule mit „kirchlichem Träger“ den Abschluss der Vortragsreihe des Seminars.


Wir Studenten hatten natürlich nicht nur die Aufgabe den Referenten gespannt zuzuhören, sondern durften uns an der Ausarbeitung einer Reflexionsstunde im Stil der jeweiligen Schule erproben.
Es wurde getöpfert, mit Montessori-Material gearbeitet, gesungen, sich entspannt und an Schwerpunkten der einzelnen Themengebieten der Schulen fleißig gearbeitet.


Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, wenn sich ein Student für alternative Schulformen interessiert, dann überlegt keine Sekunde und belegt dieses Seminar oder ein Seminar mit diesem Themenschwerpunkt…. denn nicht nur Regelschulen, sondern auch alternative Schulen brauchen immer gute Lehrer!